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«Dokumentation eines Workshops April 2007 Workshop-Dokumentation: Ernährungssouveränität Impressum Diese Publikation dokumentiert einen von der ...»

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Ernährungssouveränität

Ansätze im Umgang mit

dem Konzept in Deutschland

Dokumentation eines Workshops

April 2007

Workshop-Dokumentation: Ernährungssouveränität

Impressum

Diese Publikation dokumentiert einen von der Entwicklungs- und Umweltorganisation Germanwatch

und der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) initiierten und in enger

Zusammenarbeit mit der BUKO Agrar Koordination organisierten Workshop vom 12.4.07.

Berlin/Hamm, April 2007

Redaktion: Mireille Hönicke, Tobias Reichert, Berit Thomsen, Anika Busch

Kontakt:

Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Germanwatch e.V.

Landwirtschaft e.V. (AbL) Büro Berlin Bahnhofstraße 31 Voßstr. 1 59065 Hamm D-10117 Berlin Tel: 02381-905317-2 Telefon 030/288 8356-0, Fax -1 Fax: 02381-492221 Internet: www.germanwatch.org E-mail: info@germanwatch.org Internet: www.abl-ev.de E-mail: info@abl-ev.de Die vorliegende Publikation wurde gefördert durch das Projekt "Welternährung und Agrobiodiversität" des BMZ und der GTZ sowie durch den Evangelischen Entwicklungsdienst (EED). Die in der Publikation vertretenen Ansichten decken sich nicht unbedingt mit der Auffassung der Förderer.

Inhalt Zusammenfassung

1. Einführung: Konzept Ernährungssouveränität

1.1. Einleitung

1.2. Was heißt Ernährungssouveränität?

1.3. Ernährungssicherung und das Recht auf Nahrung

1.3.1. Das Recht auf Nahrung

1.3.2. Ernährungssicherheit

1.4. Ernährungssouveränität in Gefahr?

1.5. Wer ist souverän?

1.6. Beispiele aus der Praxis

1.6.1. Die Katholische Landjugendbewegung

1.6.2. Der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter

1.6.3. Die Europäische Bauernkoordination (CPE)

2. Statements zum Konzept

2.1. Ernährungssouveränität als Leitthema der KLJB

2.2. Das Netzwerk Afrika Deutschland (NAD): Ernährungssouveränität und Soziallehre der Kirche. 11

2.3. AbL: Die Souveränität der Entwicklungsländer nicht bedrohen

2.4. Greenpeace: Reaktionen aus umweltpolitischer Sicht -Ernährungssouveränität und Umwelt....... 13

2.5. Naturland e.V.: Ökolandbau und Ernährungssouveränität

2.6. FIAN Deutschland: Ernährungssouveränität aus der Perspektive des Rechts auf Nahrung........... 16

2.7. ATTAC Agrarnetz: Viele Kulturen – ein Kampf

3. Die Debatte im Workshop

Zum Weiterlesen

Workshop-Dokumentation: Ernährungssouveränität Zusammenfassung Germanwatch und die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft initiierten einen am 12. April 2007 in Berlin durchgeführten Workshop, um in Deutschland eine Debatte zum Konzept der Ernährungssouveränität anzustoßen. Ziel war es, sich über die Arbeit zum Konzept in den Verbänden und Organisationen auszutauschen und über ein gemeinsames Verständnis des Begriffs Ernährungssouveränität nachzudenken.

Diese Dokumentation bietet als Einstieg eine Übersicht über das Konzept der Ernährungssouveränität.

Anhand von Beispielen aus der Praxis und Statements einiger Workshop-TeilnehmerInnen zum Konzept werden Ansätze der NGOs im Umgang mit Ernährungssouveränität skizziert. Die Zusammenfassung der Debatte im Workshop zeigt die noch offenen Fragen zu diesem Konzept auf.

Im Anschluss sind weitere Quellen und Literaturangaben zur Ernährungssouveränität aufgeführt, die von den TeilnehmerInnen des Workshops zusammengetragen worden sind.

Die TeilnehmerInnen des Workshops sehen noch mehr Diskussionsbedarf zu diesem Thema. Deshalb soll die Debatte im Rahmen der Arbeitsgruppe Landwirtschaft und Ernährung im Forum Umwelt und Entwicklung fortgesetzt werden.

1. Einführung: Konzept Ernährungssouveränität Von Mireille Hönicke (BUKO Agrar Koordination)

1.1. Einleitung Auf dem Welternährungsgipfel 1996 wurde das Ziel beschlossen, die Zahl der Menschen die Hunger leiden bis 2015 auf gut 400 Millionen zu halbieren. In einem Aktionsplan wird ein breites Spektrum an Maßnahmen empfohlen, zu denen auch die Liberalisierung des Agrarhandels, Förderung von Privatinvestitionen und neuen Technologien wie der Gentechnik zählen. Die Regierungen haben sich auf diese Maßnahmen konzentriert, die aber nicht zur Verringerung des Hungers beitrugen.

Schon zum Gipfel 1996 kritisierte die weltweite Kleinbauernorganisation La Via Campesina das Konzept der „Ernährungssicherung“, das von der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung (FAO) eingeführt wurde. Es berücksichtigt ökonomische und politische Ursachen (insbesondere die Handelsliberalisierung) für Hunger nicht ausreichend und kann auch Programme und Maßnahmen umfassen, die sich negativ auf die Bekämpfung von Hunger und Armut auswirken.

Dem setzte Via Campesina den Ansatz der Ernährungssouveränität entgegen und erhielt darin Unterstützung von vielen anderen zivilgesellschaftlichen Gruppen.

Heute ist die Zahl der Armen und Hungernden unverändert hoch und das Erreichen von Ziel 1 der MDGs (Millenniums-Entwicklungsziele) höchst unwahrscheinlich. Noch immer sind mehr als 850 Millionen Menschen auf der Welt von Hunger und Unterernährung betroffen, von denen 75% im ländlichen Raum leben. Die Politik setzt weiterhin auf „alte Rezepte“. Zusagen zur Verbesserung der Handelsbedingungen für Entwicklungsländer werden nur unzureichend vollzogen, wie die DohaRunde der Welthandelsorganisation (WTO) gezeigt hat.





Das Konzept der Ernährungssouveränität gewinnt innerhalb der Zivilgesellschaft an Bedeutung, obgleich man noch nicht von einem „fertigen“ Modell sprechen kann.

1.2. Was heißt Ernährungssouveränität?

Der Begriff Ernährungssouveränität wurde ursprünglich von La Via Campesina geprägt, einem weltweiten Zusammenschluss von Kleinbauern- und Landarbeiterorganisationen. Ausgelöst durch die zunehmende Globalisierung im Agrarbereich und den sich verschlechternden Bedingungen für Bauern und Bäuerinnen weltweit kam es zu einem Zusammenschluss, um sich gemeinsam für die Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen der Kleinbauern und Landarbeiter durch fairere Handelsbedingungen, größere soziale Gerechtigkeit und die Durchsetzung einer nachhaltigen Wirtschaftsweise stark zu machen. Diese Forderung wird inzwischen von einer Vielzahl von Bauernvereinigungen und NGOs unterstützt.

Die ursprüngliche Definition von Via Campesina (1996) lautet:

Food Sovereignty is “the right of each nation to maintain and develop their own capacity to produce foods that are crucial to national and community food security, respecting cultural diversity and diversity of production methods.”1 (Ernährungssouveränität ist “das Recht jeder Nation ihre eigene Kapazität zu erhalten und zu entwickeln, um Nahrungsmittel zu produzieren, die wichtig für die nationale und kommunale Ernährungssicherheit sind, und kulturelle Vielfalt und die Vielfalt von Produktionsmethoden respektieren.) Ernährungssouveränität ist jedoch kein eindeutig definierter Begriff, der Ausdruck enthält nicht zuletzt das politische Programm von La Via Campesina. Die meisten Definitionen enthalten folgende

Elemente:

- Vorrang für die lokale Produktion zur Ernährung der Bevölkerung

- Der Zugang zu Ressourcen

- Das Recht auf Nahrung

- Die Anerkennung der Rechte von Farmern

- Das Recht der Verbraucher zu entscheiden, was sie konsumieren und wie und von wem es produziert ist

- Das Recht sich vor billigen Lebensmittelimporten zu schützen

- Die Notwendigkeit, landwirtschaftliche Preise an Produktionskosten auszurichten

- Dialog und Partizipation

- Die Anerkennung des Beitrags von Frauen

- Förderung einer nachhaltigen Landwirtschaft.2 Das Konzept der Ernährungssouveränität bezieht sich somit nicht nur auf eine bestimmte Ebene, sondern verweist auf den Zusammenhang von lokalen, nationalen und internationalen Ursachen und Effekten für Ernährungsunsicherheiten.3

1.3. Ernährungssicherung und das Recht auf Nahrung Im Diskurs um Hunger und Unterernährung und in den Strategien zur Bekämpfung dieser tauchen zwei weitere Begriffe auf: das Recht auf Nahrung und Ernährungssicherung. Hierbei kann folgende Unterscheidung gemacht werden: das Recht auf Nahrung ist juristischer Natur, Ernährungssicherung ist eher ein technischer, Ernährungssouveränität ein politischer Begriff.

Windfuhr, M. und J. Jonsén (2005). Food Sovereignty. Towards democracy in localized food systems.

FIAN International. ITDG Publishing, Warwickshire, UK. S.47.

Windfuhr und Jonsén, 2005.

Wright, S. (2003). Responding To Hunger In A Globalizing World: The Emergence Of Food Sovereignty. In: GSC Quarterly 9.

Workshop-Dokumentation: Ernährungssouveränität 1.3.1. Das Recht auf Nahrung Das Recht auf Nahrung wurde bereits 1948 in der allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN) verankert. 1966 wurde das Recht auf Nahrung in den Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (IPWSKR) aufgenommen.4 Die Berufung auf das Recht auf Nahrung beruht auf der Erkenntnis, dass die Ursache von Hunger und Unterernährung zum größten Teil nicht ein Mangel an Nahrung ist, sondern vielmehr ein Mangel des Zugangs zu Nahrung und Ressourcen oder ihre Zerstörung. Eine erhebliche Stärkung hat das Recht auf Nahrung auf dem Welternährungsgipfel 1996 und innerhalb des World Food Summit Plan of Action (2002) erfahren.

Der Sonderberichterstatter der UN für das Recht auf Nahrung Jean Ziegler definiert das Recht auf

Nahrung wie folgt:

"Das Recht einen regulären, ständigen und freien Zugang zu Nahrung zu haben, entweder direkt oder über ausreichende finanzielle Mittel. Diese muss in quantitativer und qualitativer Hinsicht angemessen und ausreichend sein sowie den kulturellen Gewohnheiten der Völker entsprechen, so dass diesen ein physisches und psychisches, kollektives wie individuelles Leben frei von Angst in Zufriedenheit und Würde garantiert wird".5 Obwohl das Recht auf Nahrung nun bereits seit mehr als 40 Jahren völkerrechtlich verankert ist, sind immer noch mehr als 850 Millionen Menschen weltweit unterernährt und können dieses Recht nicht in Anspruch nehmen. Die Erklärung hierfür ist innerhalb der aktuellen globalen politischen Rahmenbedingungen zu finden. Zu oft wird das Recht auf Nahrung dadurch verletzt, dass an erster Stelle der Profit und nicht der Mensch steht. Staaten haben die Verpflichtung das Recht auf Nahrung zu garantieren, die Durchführung liegt jedoch in ihrem Ermessen und kann sehr unterschiedlich ausfallen.

Nichtsdestotrotz basiert das Recht auf Nahrung auf internationalem Recht und kann als Instrument gegen Hunger und Armut eingesetzt werden. Im Zuge der Verbreitung und Anerkennung des Menschenrechts auf Nahrung wurde im Jahr 2004 von den FAO-Mitgliedern eine „Freiwillige Richtlinie zur Realisierung des Menschenrechts auf Nahrung innerhalb des Konzeptes der Ernährungssicherung“ verabschiedet.6 Dieses gilt es nun weiter zu verbreiten, ein- und durchzusetzen.

Das Food First Information and Action Network (FIAN), eine auf das Recht auf Nahrung spezialisierte internationale Menschenrechtsorganisation, ist an diesem Prozess maßgeblich beteiligt und setzt sich weiter dafür ein das Recht auf Nahrung zu stärken. FIAN sieht insbesondere in der Pflicht der Staaten das Recht auf Nahrung zu garantieren die Chance, Hunger weltweit zu verringern und betont die Konzentration auf diesem auf Rechte basierenden Ansatz.7 1.3.2. Ernährungssicherheit Der Begriff der Ernährungssicherheit stammt von der UN-Organisation für Landwirtschaft und Ernährung FAO und wird von vielen Regierungen als offizielles Politikziel anerkannt. Die FAO definiert den Begriff als: „physischen und wirtschaftlichen Zugang zu Nahrungsmitteln in angemessener Menge für alle Mitglieder eines Haushalts, ohne dass das Risiko besteht, dass dieser Zugang verloren geht".8 In der Debatte um Ernährungssicherung wurde der Begriff mehrmals neu definiert. Angefangen bei einer globalen und auf eine ausreichende Produktion begrenzte Sichtweise wurde der Begriff auf die nationale Ebene verschoben. Hierbei kamen Aspekte wie Getreidereserven, Import- und Exportquoten, Nahrungsmittelhilfe, Agrartechniken zur Erhöhung der Produktivität und Bewässerungssysteme zum Tragen. Später wurde dann von Ernährungssicherheit des Haushalts und der Privatperson gesprochen.

Grieshop, C. (2006). Ernährungssouveränität. Nahrung aus der Nähe betrachtet. Bundesvorstand der Katholischen Landjugendbewegung Deutschlands (KLJB) e.V., Landjugendverlag, Bad HonnefRhöndorf.

FIAN (2004). Recht sich zu Ernähren: Ernährung und Recht, Definition "Das Recht auf Nahrung".

Foodfirst Information and Action Network (FIAN). www.fian.be/Index.asp?PageCentre= Windfuhr und Jonsén, 2005.

Telefonat mit Armin Paasch, FIAN.

EKD (2000). Ernährungssicherung und Nachhaltige Entwicklung. Eine Studie der Kammer der Evangelischen Kirche In Deutschland (EKD) für Entwicklung und Umwelt, EKD-Texte 67, www.ekd.de/bioethik/ernaehrung_2000_sicherheit2.html.

Ernährungssicherheit bezieht sich generell jedoch auf den Zugang zu Nahrung und nicht auf den Zugang zu Ressourcen, um Nahrung überhaupt produzieren zu können. Der Begriff steht implizit für die Beibehaltung des Status Quo. Es wird immer wieder betont, wie der Zustand sein sollte, und was die Regierungen tun sollten, doch er enthält keine konkreten Verpflichtungen für die Staaten und kein Klagerecht gegen Verletzungen.

Ernährungssicherheit beinhaltet für Via Campesina nicht die wesentliche soziale und politische Dimension.9 Es geht nicht bloß darum, dass Menschen Zugang zu Nahrung haben, sondern wie, in welcher Art und Weise, unter welchen Bedingungen dieser Zugang geschieht. Hier setzt das Konzept der Ernährungssouveränität an, in dem danach gefragt wird, wo die Nahrungsmittel herkommen, wer sie produziert und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Das Konzept ist in seiner Entwicklung auch als „Gegen-Konzept“ zur Ernährungssicherheit zu verstehen, da unter dem Begriff Ernährungssicherheit auch Programme und Maßnahmen fallen können, die sich negativ auf Kleinbauern und die ländlichen Armen auswirken können.



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