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«v. H A S É & K O E H L E R V E R L A G MAINZ UNGARNJAHRBUCH Zeitschrift für die Kunde Ungarns und verwandte Gebiete Herausgegeben von GEORG ...»

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TÖRÖK war wahrscheinlich selber überzeugt, daß er die nördlichste Grenze des Königreiches Ungarn gefunden hatte. Seinen Nachforschungen zufolge hätte auch die Starostei Neumarck (Nowytarg) an Ungarn fallen müssen. Die Ansiedlung polnischer Adeliger in diesem Gebiet setzte er für die Zeit JOHANN ZÁPOLYAS an. Die Grenzverschiebungen zugunsten Ungarns versuchte TÖRÖK einmal durch räuberische Kleinkriege polnischer Adeliger, zum anderen durch die Verpfändung der Herrschaft Lublau sowie durch das ungarische Gesetz zu erklären, wonach es Ausländern nicht möglich war, in Ungarn Boden zu erwerben. Außerdem seien viele Ortschaften an der Grenze nach Polen übergewechselt, um den Überfällen der Szlachtaverbände zu entgehen. Daher sei es jetzt an der Zeit, so berichtete er nach Wien, daß man nach der Einlösung der Zipser Pfandschaft auch die natürliche Grenze zwischen Ungarn und Polen am Beskidenkamm wieder herstelle. Doch hatte diese Grenzverschiebung auch einen wirtschaftlichen Hintergrund. Denn dort befanden sich wichtige Salzvorkommen, die für Ungarns Finanzaufkommen sehr begehrenswert waren. Über die Entwicklung der Herrschaft Neumarck (Nowytarg) wußte TÖRÖK folgendes auszusagen : Ursprünglich war es von unwegsamen Wäldern bedecktes Gebiet. In dieser Wildnis stifteten die Könige von Ungarn ein Zisterzienserkloster. Erst nachdem die Mönche dort gerodet hatten, kam der polnische Adel und gründete eine Starostei. Ungenau wurde die Grenzziehung in der Zeit LUDWIGS I. VON ANJOU, der auch König von Polen war. Damals gehörten auch Galizien und Lodomerien zum Königreich Ungarn. Deswegen wurde auf eine saubere Grenzziehung zwischen beiden Ländern kein besonderer Wert gelegt. Damals wurde nach der Ansicht TÖRÖKS Galizien und Lodomerien an Polen verschenkt. Deswegen könne man auch heute wieder rechtliche Ansprüche auf diese Länder geltend machen. Auch Kaiser SIGISMUND wird mit Tadel bedacht, weil er das Königreich Ungarn vernachlässigt habe und die blühenden Städte der Zips verpfändete. Gerade wirtschaftlich, so sah es TÖRÖK rückschauend, bedeutete die Abtretung der ertragreichen Bergwerke in der Zips einen ungeheueren Verlust.

Die darauffolgende Epoche in der ungarischen Geschichte, die Zeit König ALBRECHTS und der Königin ELISABETH, wurde von TÖRÖK als Zeit des Verfalles bezeichnet. Die Grenzen des Landes konnten nicht verteidigt werden. Räuberische Banden wie die des JISKRAS durchzogen sengend und brennend das Land. Dagegen entschuldigte er den großen ungarischen König MATTHIAS CORVINUS: er habe sich nicht um die Nordgrenze des Reiches kümmern können, weil er gleich gegen zwei Kaiser, FRIEDRICH I I I. und MAXIMILIAN L, und gegen den Böhmenkönig GEORG VON PODIEBRAD zu kämpfen hatte.

Auch gegenüber den beiden jagiellionischen Königen, WLADYSLAW IL und LUDWIG IL übte TÖRÖK Nachsicht. Sie seien ebenfalls durch Kriege so beansprucht gewesen, daß sie sich nicht um die leidigen Grenzangelegenheiten kümmern konnten. LUDWIG IL hatte einen harten Abwehrkampf gegen die Türken zu führen u n d WLADYSLAW IL mußte seinem Bruder JOHANN ALBRECHT militärisch beistehen.

Bemerkenswert an der Geschichtsschilderung TÖRÖKS ist, daß er auch JOHANN ZÁPOLYA

DER RECHTSSTREIT UM DIE ZIPS VOR IHRER RÜCKGLIEDERUNG AN UNGARN 41

als König aufführt, der doch als Gegenkönig gegen das Haus Habsburg im Bund mit den Türken auftrat. Auch er wurde von TÖRÖK, dem habsburgischen Beamten, positiv beurteilt. Seinen polnischen Beratern wurde von TÖRÖK die Schuld dafür gegeben, daß die Zips und andere in polnischer Hand sich befindliche Territorien nicht an Ungarn zurückgegliedert wurden. Ihrem Einfluß war es nach TÖRÖK zuzuschreiben, daß ZÁPOLYA noch zwei ungarische Herrschaften an den polnischen Palatin LASZKI verschenkte.

Doch auch die habsburgischen Herrscher wurden von TÖRÖK nicht getadelt: Sie konnten sich nicht um Grenzbereinigungen kümmern, weil sie sich eineinhalb Jahrhunderte im Abwehrkampf gegen die Osmanen befanden. Dazu hatten sie noch schwere Auseinandersetzungen mit den böhmischen Ständen, den Protestanten und den Schweden zu bestehen. Die Aufstände der ungarischen Magnaten gegen Habsburg wurden jedoch von TÖRÖK verurteilt, weil sie die Könige von ihren eigentlichen Aufgaben, wie z. B.

dem Schutz der Grenzen, abgehalten hätten. In dieser Zeit seien schwere Übergriffe der Polen gegen die ungarischen Grenzen vorgekommen. Zu dem Zeitpunkt, als die Grenzverletzungen geschahen, hätten sie nadi TÖRÖKS Ansicht ohne große Anstrengung wieder rückgängig gemacht werden können. Dementsprechend wurden auch Hilferufe an den kaiserlichen Hof geschickt, doch dort wurde ihnen, weil es wichtigere Dinge zu erledigen gab, kein Gehör geschenkt. Im weiteren Verlauf seines Berichtes ging TÖRÖK auf die verschiedenen polnischen Grenzverletzungen ein und wie sie im einzelnen zustande gekommen waren. Insgesamt waren die Verschiebungen der Landesgrenze nicht von größerem Ausmaß. TÖRÖK wies auch auf die Beschlüsse der ungarischen Reichstage hin, die in jeder Session die Einlösung der verpfändeten Zips verlangten. Seine Zeit hielt TÖRÖK für günstig, die alten natürlichen Grenzen des Königreiches Ungarn wieder herzustellen. Denn jetzt könnte man strategisch genau so verfahren, wie es seinerzeit von Polen aus gehandhabt wurde. Dazu pries er auch die wirtschaftlichen Vorteile, die ein solcher Gebietsgewinn mit sich brächte, weil reiche Erzvorkommen in diesem Grenzgebiet vermutet wurden.





TÖRÖK war sich auch der ernsten Folgen bewußt, die solche Grenzkorrekturen hervorriefen. Unter normalen Verhältnissen dürften solche Grenzverschiebungen nicht einseitig vorgenommen werden; sie müßten entweder durch gütliche Übereinkunft beider Herrscher beigelegt oder durch einen neutralen Schiedsrichter entschieden werden. Doch war er der Meinung, daß diese internationalen Gepflogenheiten für Polen nicht mehr zuträfen. Selbst den Einsatz kaiserlicher Truppen hielt er nicht mehr für notwendig, weil der polnische König machtlos dem Geschehen in seinem Lande zusehen müsse. Die Republik selber sei in mehrere Lager zerspalten, so daß man von ihr keine Gegenaktion zu befürchten habe. Mit einer Entschuldigung wegen seines kühnen Berichtes über die Zips beendigte er seine Erörterungen, um im folgenden dann eine ähnliche Grenzbestimmung im Saroser Komitat vorzunehmen.

Im ganzen gesehen hielten die Beweise, die TÖRÖK anführte, um möglichst viel Gebiet, das bisher zur Republik Polen gehörte, dem ungarischen Königreich zu unterstellen, einer kritischen Überprüfung nicht stand. Die ganze Beweisführung stellte mehr die Rechtsauffassung des Mächtigeren dar, der dem Machtlosen, in diesem Falle dem politisch fast handlungsfähig gewordenen polnischen Staat, sein Gesetz aufzwingt.

KAUNITZ betonte auch der Kaiserin gegenüber die Unhaltbarkeit der TöRÖK'schen Vorschläge, weil er weder beweiskräftige Urkunden noch Karten vorlegen konnte 80.

HHSTA Staatskanzlei. Vorträge. 28. April 1771.

42 H O R S T GLASSL Aber dennoch begründete der Hof damit die Ansprüche der Krone Ungarns auf sechs possessiones im polnischen Staatsgebiet. Dabei soll Kaiser JOSEPH I L die treibende Kraft gewesen sein. KAUNITZ erinnerte noch einmal die Monarchin, daß sie selbst festgelegt habe, daß die kaiserlichen Adler nur allein auf die Distrikte vorgerückt werden sollten, die auf Grund von Urkunden und Beweisen als ungarische Besitzung ausgewiesen werden konnten. Außerdem habe die Kaiserin bei Streitigkeiten um Grenzdistrikte nur den gütlichen Vergleich anstreben wollen. Wenn es zur Bildung einer internationalen Grenzkommission komme, so folgerte KAUNITZ weiter, werde die unterlassene Besetzung nicht zum geringsten Nachteil für die ungarischen Rechte, falls sie sich als begründet herausstellen sollten, auswirken. Wenn aber die rechtlichen Beweise nicht genügen sollten, dann werde eine Besetzung des Landes der vorangegangenen Verlautbarung widersprechen.

4. Die Annexion der Grenzbezirke

Dennoch ließ sich die Monarchin nicht abhalten, die Annexion der Gebiete voranzutreiben. Nachdem die kaiserlichen Adler schon 1769 an den Grenzen des Zipser Distrikts, für den es noch eine, wenn auch weithergeholte Rechtsgrundlage gab, ausgesteckt waren, wurden sie am 19. Juli 1770 noch weiter nach Norden vorgerückt.

U n d die südlichen Teile der Bezirke Nowytarg, Czorzstyn, Sandecz wurden gegen den Willen des Staatskanzlers als ungarisches Staatsgebiet annektiert 81.

Im habsburgischen Staatsrat wurde auch ehrlich ausgesprochen, was man öffentlich hinter gesetzmäßigen Handlungen zu verstecken suchte: „Man möge sich der gegenwärtigen, vielleicht in saeculis nicht zurückkehrenden Gelegenheit bedienen, seine Gränzen bis dahin erweitern, wo man Grund vermuthet, ja fest überzeugt ist, daß sie vormals gewesen. Nach den legibus iuris civilis lassen sich dergleichen Sachen nicht wohl behandeln, sondern der Mächtigere sucht, wenn er Recht zu haben glaubt, sich in den Besitz zu setzen, und den Gegentheil zum Kläger zu machen..." 8 2. Auch war man sich am Wiener Hof der Tatsache bewußt, daß es zu Protesten aus Warschau kommen würde. Man glaubte, „... d a ß man allenfalls die Schuld auf die Comitaten wälzen... " kann, aber „... auch die jetzigen Gesundheitsgefährlichkeiten vorschützen kann 8 3." Selbst wenn die vorgeschriebenen Grenzen nicht anerkannt wurden, so konnte man die kaiserliche „... Nachsicht geltend machen, und dann andere Forderungen erleichtern 84."

Der Staatskanzler erhielt von der Monarchin über die Besetzung polnischer Starosteien am

19. Juli 1770 folgendes Handbillet: „Durch die eingesehenen ältere Urkunden wird die von dem Oberst-Lieutenant Seeger vor einiger Zeit schon gemachte Angabe von dem vormaligen Bestand der Gränzer zwischen dem zur Crone Hungarn gehörigen Zipser-District und Pohlen allerdings bestättigt, weshalben Mich dann bewogen gefunden, wegen Auszeichnung sothaner Gränzen und Vorrückung der ausgesetzten Adler an den Hof-Kriegs-Rath den nebenfindigen Auftrag unter einstens zu erlassen, den Ich dem Fürsten zu dessen Einsicht und Wissenschaft hiemit in Abschrift mittheile. MARIA THERESIA" (zitiert nach DIVÉKY S. 121 und ARNETH S. 587).

DIVÉKY S. 120.

Ebenda.

Ebenda.

DER RECHTSSTREIT UM DIE ZIPS VOR IHRER RÜCKGLIEDERUNG A N U N G A R N 43

Auch bei der Verwaltung des neu besetzten Gebietes versuchte man den Schein des Rechts zu wahren 8 5. Das geschah auch bei der Wahl des neuen Titels, den Török als administrator ex politica für die neuerworbenen Gebiete annahm 86.

Bisher war es bei der Besetzung des Zipser Distrikts von offizieller polnischer Seite zu keinerlei Protesten gekommen. Im Gegenteil, der polnische König ersuchte sogar die Kaiserin, die Gebiete von den Umtrieben der Confoederierten zu schützen 87. Aber die abermalige Verletzung der polnischen Grenzen wurde jetzt nicht ohne Protest hingenommen. Im Auftrag und auf Befehl seines Königs schrieb der polnische Krongroßkanzler MLODZIEJOWSKI an KAUNITZ einen Protestbrief 88, in dem er sich über die Vorrückung der Grenzen beklagte. Er verlangte die sofortige Zurücknahme der kaiserlichen Adler aus den Starosteien Nowytarg, Czorzstyn und Sandecz. In dem Brief hieß es u. a.: „Le Roy ne voulut pas croire d'abord à différents avis portant, que dans la Starostie de Nowytarg autres lieux adjacent sur la frontière d'Hongrie, il se fesoit en Pologne des Mesurages de terrain et autres dispositions par Ordre de la Cour Imperiale et Royale" 8 9.

Obwohl der Staatskanzler ein Gegner der erneuten Besetzung polnischer Gebiete war, schlug er der Monarchin vor, dem Ansuchen des Krongroßkanzlers nicht nachzugeben, weil es weder „mit dem Allerhöchsten Ansehen" noch mit den „Gerechtsamen" der Krone Ungarns zu vereinbaren sei 90. Dadurch wurde eine Antwort auf den Brief schwierig. Einerseits durfte man nicht leichtfertig auf eventuelle Ansprüche des Königreiches Ungarn verzichten, andererseits wollte man bei den europäischen Großmächten wegen der Besetzung von polnischen Gebieten kein Aufsehen erregen. KAUNITZ trat für eine behutsame Behandlung des polnischen Königs ein. In seinem Vorschlag hieß es: „Es wäre bereits zu Anfang verflossenen Jahres diejenigen wichtigen Gründe und Ursachen allenthalben kund gemacht worden, welche Eure Majestät zur unumgänglich nothwendigen Entschließung bewogen hätten, auf den Gränzen dero Gebiethes kaiserliche Adler aufstecken zu lassen. Es wäre zugleich die geheiligte allerhöchste Versicherung beygefügt worden, daß die Absicht keineswegs dahin gerichtet sey, den Gerechtsamen des Königreiches Pohlen auf irgendeine Art zu praejudiciren 91."

Andererseits aber glaubte KAUNITZ, daß eine Zurücknahme der kaiserlichen Adler bereits einer Festlegung der endgültigen Grenze gleichkäme. Denn die Vorrückung, so riet er der Monarchin MtODZiEjowsKi zu antworten, sei Ín keiner Weise willkürlich erfolgt: „Der allerhöchste Befehl sey gleich anfangs dahin erteilt worden, mit der Aufsteckung der kaiserlichen Adler nur allein auf jene Distrikte vorzurücken, deren nach und nach geschehene unbefugte Abziehung von Hungarn und Siebenbürgen, folglich deren blos usurpierte polnische Besitzung durch vorhandene Urkunden und andere rechtsbeständige Beweise dargethan werden kann 9 2." Selbst wenn diese beweiskräftigen DIVÉKYS. 42 —48.

HHSTA Staatenabteilungen. Notenwechsel. Nota des ungarischen Hofkanzlers vom

20. August 1770.

ARNETHS. 171 — 172.

Copie des Briefes: HHSTA Staatskanzlei. Vorträge. 28. Juli 1770.

Mit der gleichen Angelegenheit befaßt sich ein Brief MLODZIEJOWSKIS vom 19. Dezember

1770. Vgl. DIVÉKYS. 155-156.

HHSTA Staatskanzlei. Vorträge. 19. August 1770.

Ebenda.

Ebenda.



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